Hilfe zum Lebensunterhalt (Sozialhilfe)

Allgemeine Informationen

Hilfe zum Lebensunterhalt soll den Lebensunterhalt für Menschen finanziell sichern, die vorübergehend nicht erwerbsfähig sind und ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenen Mitteln und Kräften sicherstellen können.

Wer hat Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt?

Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt haben Personen, die

  • vorübergehend nicht erwerbsfähig sind (nicht erwerbsfähig ist, wer auf absehbare Zeit außerstande ist, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mind. 3 Stunden täglich erwerbstätig zu sein)
  • das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben
  • ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen und Vermögen bzw.
  • aus dem Einkommen und Vermögen des nicht getrennt lebenden Ehepartners, des Partners einer eheähnlichen Gemeinschaft oder des Lebenspartners sicherstellen können oder bei minderjährigen Kindern aus dem Einkommen und Vermögen der Eltern und
  • keine Möglichkeiten der Selbsthilfe haben und
  • keine oder nicht ausreichende vorrangigen Leistungsansprüche gegenüber anderen Sozialleistungsträgern, wie zum Beispiel: Agentur für Arbeit, Arbeitsgemeinschaften nach dem SGB II, Rentenversicherungsträger haben.

Hilfe zum Lebensunterhalt können auch Kinder in Verwandtenpflege, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, erhalten.

Was beinhaltet die Hilfe zum Lebensunterhalt?

Die Leistungen der Hilfe zum Lebensunterhalt umfassen

  • den pauschalierten Regelsatz zur Sicherung des Lebensunterhalts (z.B. für Ernährung, Kleidung, Körperpflege, Bedürfnisse des täglichen Lebens, einmalige Bedarfe)
  • Leistungen für Mehrbedarfe (z.B. bei Alleinerziehung, für werdende Mütter ab der 13. Schwangerschaftswoche, bei krankheitsbedingter kostenaufwendiger Ernährung)
  • Leistungen für Unterkunft und Heizung, soweit diese angemessen sind
  • Einmalige Leistungen für
    • Erstausstattung einer Wohnung
    • Erstausstattung für Bekleidung und bei Schwangerschaft und Geburt
    • Mehrtägige Klassenfahrten im Rahmen der schulrechtlichen Bestimmungen
  • Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung, Beiträge für die Vorsorge der Altersversicherung

Wie wird der Hilfebetrag ermittelt?

Für die Ermittlung der finanziellen Hilfe ist grundsätzlich das gesamte Einkommen des Hilfe suchenden bzw. das gesamte Familieneinkommen anzurechnen. Zum Einkommen gehören z.B. Renten, Arbeitseinkommen unter Berücksichtigung gesetzlich vorgesehener Absetzungsbeträge, Arbeitslosengeld, Kindergeld, Unterhaltszahlungen.

Sollte ausreichendes Vermögen vorhanden sein, so ist dieses Vermögen zunächst einzusetzen. Zum Vermögen gehören z.B. Haus- und Grundvermögen, PKW´s, Bargeld, Sparguthaben, Guthaben auf Konten, Rückkaufswerte von Lebensversicherungen.

Bestimmte Vermögenswerte (z.B. kleinere Barbeträge) gelten als Schonvermögen, das zur Berechnung der Leistungen nicht eingesetzt werden muss.

Welche Gebühren fallen an?

Es fallen keine Gebühren an.

Welche Fristen muss ich beachten?

Es müssen ggf. Fristen beachtet werden. Wenden Sie sich bitte an die zuständige Stelle.

Der Antrag auf Hilfe zum Lebensunterhalt ist von keiner Frist abhängig. Die Leistungen werden aber erst ab Antragstellung (Bekanntwerden der Notlage) bewilligt, das heißt es können keine Leistungen in Nachhinein für die Vergangenheit gewährt werden.

Rechtsgrundlage

SGB XII

Anträge / Formulare

Für die Inanspruchnahme von Leistungen der Hilfe zum Lebensunterhalt ist das Bekanntwerden der Notlage entscheidend. Für die Prüfung der Voraussetzungen sowie der Berechnung des Anspruchs ist ein Antrag erforderlich. Das entsprechende Antragsformular erhalten Sie im Sozialamt der Stadt Wildeshausen. Bitte vereinbaren Sie hierzu vorher einen Termin bei dem/der für Sie zuständigen Sachbearbeiter/-in.

Was sollte ich noch wissen?

Hilfe zum Lebensunterhalt steht Personen zu, die keinen Anspruch auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Arbeitslosengeld II und Sozialgeld haben.


Ansprechpartner/in
Herr H. Rode (Sachbearbeitung Buchstabe A - O)Standort anzeigen
Stadthaus, Zimmer 10 // EG
Am Markt 1
27793 Wildeshausen
Telefon: 04431 88-509
Telefax: 04431 88-850
E-Mail:


Aufgaben:
Sachbearbeitung SGB XII (Buchstaben A - F) und Asylangelegenheiten (Buchstaben A - K) sowie Unterhaltsheranziehung

Frau H. Guder (Sachbearbeitung Buchstabe P - Z)Standort anzeigen
Stadthaus, Zimmer 9 // EG
Am Markt 1
27793 Wildeshausen
Telefon: 04431 88-512
Telefax: 04431 88-850
E-Mail:


Aufgaben:
Sachbearbeitung SGB XII (Buchstaben G - R) sowie Unterhaltsheranziehung

Frau M. HenseStandort anzeigen
Stadthaus, Zimmer 12 // EG
Am Markt 1
27793 Wildeshausen
Telefon: 04431 88-507
Telefax: 04431 88-850
E-Mail:


Aufgaben:
Sachbearbeitung SGB XII (Buchstaben S - Z) und Asylangelegenheiten (Buchstaben L - Z)